Mitarbeiterinterview Frau Born (RV-B) – Tischlerin und Physiotherapeutin

Das reizvollste an der Arbeit im sozialen Bereich ist für mich das miteinander Arbeiten im Team...

Wie sind Sie zu RC gekommen?

Ich musste mir eine neue Stelle suchen, da die Physiotherapiepraxis, in der ich bislang tätig war, wegen Renteneintritt der Besitzerin geschlossen wurde. Als ich im Internet eine Stellenausschreibung von RC entdeckte, ergriff ich die Chance auf eine berufliche Neuorientierung. Kurz nach dem Versenden meiner Bewerbung wurde ich auch schon zum Gespräch eingeladen und nach erfolgter Hospitation eingestellt.

Wie war Ihr beruflicher Werdegang bis dahin?

Meine ersten Erfahrungen im sozialen Bereich habe ich bei der Lebenshilfe in Teltow gesammelt, wo ich als Familien- und Einzelfallhelferin Schulkinder in den Sommerferien betreut habe. Danach absolvierte ich eine Tischlerausbildung, während der ich in einer Projektwerkstatt in Berlin-Kreuzberg mit Problem-Jugendlichen  gearbeitet habe. Meine Aufgabe war es, die Jugendlichen mit dem Berufsfeld vertraut zu machen. Anschließend  habe ich eine Umschulung zur Physiotherapeutin gemacht. Insgesamt habe ich 10 Jahre in einer Praxis als Physiotherapeutin gearbeitet. 

Warum haben Sie sich für eine Tätigkeit bei RC entschieden?

Das Miteinander arbeiten im Team war für mich das Reizvollste an einer Arbeit im sozialen Bereich.

Was sind Ihre Aufgabenschwerpunkte?

Meine aktuellen Aufgabenschwerpunkte sind die Betreuung, Leitung und Organisation der Holzgruppe. Darüber hinaus unterstütze ich die Arbeit des Bewohnerbeirates und engagiere mich bei der Planung interner Feste und Feierlichkeiten. In der Holzgruppe geht es hauptsächlich um die Planung von Projekten sowie  die Umsetzung kleinerer Reparaturarbeiten in der Einrichtung, wo die Klienten aktiv mitwirken können. Dies umfasst die Planung und Strukturierung und Anleitung der Arbeitsschritte für die Klienten, die Gestaltung des Settings sowie die Dokumentation und das Schreiben von Berichten.

Wie können sie Ihre beiden beruflichen Qualifikationen in die Arbeit einbringen?

Im handwerklichen Bereich  verfüge ich, dank meiner Ausbildung, natürlich über ein breites Basiswissen. Der Maschinenschein (T4) berechtigt mich zum  Bedienen derselben und ermöglicht es mir, dieses Wissen an andere Betreuer weiterzugeben. Als Physiotherapeutin bin ich im TBZ eher weniger im Einsatz, jedoch erkenne ich es durch meine Erfahrung vermutlich schneller, wenn bei den Klienten Gangbildänderungen oder andere körperliche Veränderungen auftreten. Hier bin ich mit den Kollegen aus dem Wohnbereich im engen Austausch.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Arbeit und Ihren Aufgaben?

Besonders gut finde ich, dass man mit allen Pflichten und Konsequenzen, die damit einhergehen, die Verantwortung für die eigene Gruppe übernimmt. Dadurch ist ein sehr selbstständiges und kreatives Arbeiten möglich. Eigene Ideen finden Beachtung in Planung und Umsetzung der Arbeit. Auch die übergreifende Arbeit mit Kollegen anderer TBZ-Bereiche ist stets befruchtend in der Arbeit für die Klienten und mich. Es eröffnet beispielsweise neue Möglichkeiten, um mit verschiedenen Materialien wie Ton und Holz zusammen schöne Projekte zu schaffen. Ganz wichtig ist es für mich, dass ich die Arbeitsschritte den Fähigkeiten der einzelnen Klienten anpassen kann. Diese müssen teilweise so kleinteilig zergliedert werden, dass jedem Teilnehmer der Arbeitsgruppe eine aktive Teilhabe am Entstehungsprozess des Produktes ermöglicht wird. Oftmals ist es eine große Herausforderung. 

Was ist Ihnen in der täglichen Arbeit besonders wichtig?

Die Bewohner zur Selbstständigkeit anzuregen und zu fördern, auf ein gutes Maß zwischen Anforderung und Ruhephasen zu achten.  Dabei muss ich den Klienten immer wieder die nächsten Arbeitsschritte aufzeigen, zeigen, wo was zu finden ist, wie man seinen Arbeitsplatz einzurichten hat usw..Manchmal lassen Erfolgserlebnisse auch länger auf sich warten. Kleine Schritte machen mich von Tag zu Tag glücklich.

Wo liegen besondere Herausforderungen?

Dass man die Projekte so plant, dass jeder Klient  an den Arbeitsprozessen beteiligt ist, dass man trotz Krisensituationen vorankommt, dass man auf die Bedürfnisse der Klienten täglich neu eingeht und dass man die Klienten gut kennt, um den Gemütszustand besser deuten zu können, empfinde ich als Herausforderung. Ich finde es auch wichtig, feste Gruppen zu haben, da man die Klienten dadurch besser kennt und somit auch die Herausforderungen eventuell schneller und besser bewältigen kann. Letztlich gibt es den Klienten und auch mir Sicherheit.

Was schätzen Sie an Ihren Kollegen?

Ich schätze alle meine Kollegen sehr und die Zusammenarbeit finde ich besonders wichtig. Durch Austausch und Reflexion der Arbeitsprozesse im Team entsteht Neues oder Strukturen können verbessert werden. Dies findet oft in Teamsitzungen statt. Dabei finde ich es wichtig, dass man offen miteinander reden kann, ohne dass jemand sich angegriffen fühlt und auch Kritik angebracht werden kann. Des Weiteren ist es für mich sehr wichtig, dass man sich im Kollegenkreis aufeinander verlassen kann, gerade bei Krisensituationen oder wenn ein Klient mehrere Betreuer zu unterschiedlichen Zeiten nach Erlaubnis bzgl. einer Sache fragt. In diesen Situationen müssen einfach alle am selben Strang ziehen, damit die Autorität jedes einzelnen Betreuers nicht untergraben wird.

Was schätzen Sie an RC als Arbeitgeber?

Ich persönlich empfinde RC als ein sehr familienfreundliches Unternehmen. Es ist gut zu wissen, dass Rücksicht auf Eltern genommen wird. Termine und Wünsche finden Berücksichtigung bei der Dienstplanung. Die Arbeitsbereiche sind gut ausgestattet, unsere Ideen finden Gehör und es herrscht ein angenehmes Arbeitsklima. Auch die Möglichkeiten zur Teilnahme an Fort- und Weiterbildungen sowie das multidisziplinär zusammengestellte  Team sind  relevante Punkte für meine Zufriedenheit.